Charlotte Neuhäuser, Sprecherin für Internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Unterstützung des „School Meals Accelerator“ durch das Bundesentwicklungshilfeministerium:
„Kostenloses Schulessen für 100 Millionen Kinder in den Ländern des Globalen Südens sind eine lobenswerte und sinnvolle Initiative. Allerdings hat die Bundesregierung die Haushaltsmittel für das World Food Programme zur Hungerbekämpfung fortwährend gekürzt, allein von 2025 auf 2026 um 20 Prozent von 50 Millionen Euro auf 40 Millionen Euro. Dem Sonderprogramm ‚Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme‘ für mehr Ernährungssicherheit erging es noch schlechter. Von 2025 auf 2026 beschloss die Bundesregierung Kürzungen um 25 Prozent von 345 Millionen Euro auf 259 Millionen Euro. Dass Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan, die für die historischen Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit verantwortlich ist und just in dieser Woche weitere Kürzungen angekündigt hat, auf der Grünen Woche jetzt 25 Millionen Euro für Schulessen als großen Coup im Kampf gegen den Hunger verkauft, ist vor diesem Hintergrund nicht mehr als ein billiger PR-Stunt. Die Linke im Bundestag fordert die Bundesregierung auf, die Entwicklungszusammenarbeit endlich wieder nachhaltig zu finanzieren, die Gelder für die weltweite Hungerbekämpfung und Ernährungssicherheit aufzustocken statt zu kürzen und jedes Jahr 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung für globale Solidarität bereitzustellen.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag