Waiblingen: Unbekannte schießen auf Taube – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

Hinweise gesucht: PETA erreichte eine Whistleblower-Meldung zu einer angeschossenen Taube in Waiblingen. Die hinweisgebende Person entdeckte den Vogel am 6. Februar in der Ziegeleistraße. Oberhalb des Beines hatte die Taube eine große, dick verkrustete Wunde. Sie konnte das Bein nicht mehr bewegen und auch der Flügel war augenscheinlich verletzt. Bei einer tierärztlichen Untersuchung konnte ein Diabolo- Projektil im Oberschenkel entdeckt und entfernt werden. In das Bein wurde ein Fixateur eingesetzt. Da durch die Verletzung vermutlich auch Nerven und die Muskulatur geschädigt wurden, ist es unklar, ob sich der Vogel vollständig erholen wird. Der Fall wurde der Polizei Waiblingen gemeldet.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich telefonisch bei der Polizei oder unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wehrlose Lebewesen so zu quälen und deren Tod dadurch in Kauf zu nehmen ist grausam. Die Taube muss unvorstellbare Schmerzen erlitten haben“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Der oder die Täter müssen schnellstmöglich gefunden werden, bevor sie noch weitere Tiere in Gefahr bringen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Suche unterstützen und Menschen für Tierquälerei sensibilisieren. Wer Tiere quält, schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Gewalt-gegen-Tiere
PETA.de/Themen/Tierquälerei
PETA.de/Themen/Stadttauben

PETA Deutschland e.V. ist mit über 1,5 Millionen Unterstützenden die größte Tierrechtsorganisation des Landes und setzt sich durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise dafür ein, jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

PM PETA Deutschland e.V.

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