Nach der Betriebsratswahl im Tesla-Werk hat die IG Metall ihren Einsatz für bessere Arbeitsbedingungen in der Gigafactory bekräftigt. IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto: „Trotz aller Attacken des Managements und eines außergewöhnlich unfairen Wahlkampfs ist die IG Metall-Liste Tesla Workers GFFB zweitstärkste Kraft geworden. Dieses Potential werden wir nutzen, um gegen eine gewerkschaftsfeindliche Geschäftsführung bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.“ Laura Arndt und Philipp Schwartz von der IG Metall-Liste Tesla Workers GFFB betonten: „Wir werden uns auch im neuen Betriebsrat mit aller Kraft dafür einbringen, dass sich für uns und unsere Kolleginnen und Kollegen etwas ändert in der Gigafactory.“
Laura Arndt von Liste 1 „IG Metall – Tesla Workers GFBB“:
„Wir freuen uns, dass uns nach einem so unfairen Wahlkampf und trotz all der Drohungen so viele Kolleginnen und Kollegen das Vertrauen geschenkt haben. Leider hat es für eine gewerkschaftliche Mehrheit noch nicht gereicht. Wir werden uns auch im neuen Betriebsrat mit aller Kraft dafür einbringen, dass sich für uns und unsere Kolleginnen und Kollegen etwas ändert in der Gigafactory. Was für uns unverhandelbar ist: Wir stehen ohne Wenn und Aber auf Seiten der Belegschaft.“
Philipp Schwartz von Liste 1 „IG Metall – Tesla Workers GFBB“:
„Angesichts der massiven Drohungen verdient dieses Wahlergebnis großen Respekt. Bei Tesla kämpfen wir nicht nur für einen Betriebsrat, der auf der Seite der Belegschaft steht. Wir verteidigen auch die demokratischen Rechte, die von der Gewerkschaftsbewegung hart erkämpft wurden. Jede und jeder Einzelne von uns war bereit, dafür persönliche Nachteile in Kauf nehmen. Dieser Wahlkampf hat wieder einmal gezeigt, wie einfach es für einen einzigen Multi-Milliardär ist, unsere Demokratie auszuhöhlen. Wir müssen alle zusammen verhindern, dass das Schule macht.“
Jan Otto, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen: „Meine Anerkennung gilt allen Metallerinnen und Metallern, die in der Gigafactory einen tollen Wahlkampf hingelegt und sich mit viel Mut und Entschlossenheit über alle Widerstände hinweggesetzt haben. Unsere Kandidatinnen und Kandidaten von der Liste IG Metall –Tesla Workers haben als Personen überzeugt und das richtige Wahlprogramm mit zehn konkreten Schritten für bessere Arbeit präsentiert. Klar ist aber auch: Das war alles andere als eine faire Betriebsratswahl. Immer wieder hat dieses Management versucht, diese Betriebsratswahl in ihrem Sinne zu beeinflussen. Dafür nutzte es alle Mittel und alle Kanäle von Betriebsversammlungen, Einzelgesprächen mit Vorgesetzten bis hin zum Werksradio auf den Toiletten. All das gipfelte in der Drohung der Geschäftsführung und von Elon Musk, bei einem Wahlsieg der IG Metall-Liste die Investitionen einzustellen. Nie zuvor habe ich als Gewerkschafter ein Management erlebt, das mit all seiner Macht derart eine Betriebsratswahl zu beeinflussen versucht wie die Tesla.“
Zum Hintergrund: Die rund 10.700 Tesla-Beschäftigten haben in dieser Woche von Montag bis Mittwoch zum dritten Mal seit Beginn der Produktion in Grünheide einen Betriebsrat gewählt. Dabei wurde die Liste IG Metall – Tesla Workers GFBB zweitstärkste Kraft. Sie stellt nach dem vorläufigen Wahlergebnis künftig 13 der 37 Sitze.
PM IG Metall Bezirksleitung Berlin-Brandenburg-Sachsen