Destatis: Bildungsausgaben pro Schülerin/Schüler – Höhere Bildungsausgaben täuschen nicht über Ungerechtigkeit hinweg

Mit Blick auf die neuesten Zahlen zu Bildungsausgaben pro Schülerin/Schüler, die das Statistische Bundesamt (Destatis) gestern veröffentlicht hat, kommentiert der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Tomi Neckov:

„Die steigenden Bildungsausgaben sind erfreulich. Durchschnittlich gibt es im Zehnjahresvergleich ein Plus von 50 Prozent. Neben den gestiegenen Personalkosten ist dies auch auf die Investitionen in digitale Infrastruktur sowie Schulneu- und -umbau zurückzuführen. Was uns allerdings Sorgen macht, ist weiterhin die hohe regionale Disparität. Es muss uns zu denken geben, wenn die Bildungschancen eines Kindes vom Wohnort abhängig sind. Die grundgesetzlich verbriefte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse kann so nicht eingelöst werden.

Und auch die Unterschiede zwischen den Schulformen lassen tief blicken: An den weiterführenden Schulen wird deutlich mehr Geld in die Hand genommen als für die Grundschülerinnen und -schüler. Dabei müssen wir doch an allen Schulen beste Bedingungen schaffen. Dazu gehört auch, mit der notwendigen Ausstattung den Erwerb der Basiskompetenzen zu fördern – und nicht an der falschen Stelle (oder Schulform) zu sparen.“

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Bildungsgewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus dem frühkindlichen Bereich, der Primarstufe, den Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrkräftebildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Bildungsgewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb beamtenbund und tarifunion.

 

PM VBE Verband Bildung und Erziehung

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