Zur bevorstehenden 53. Sportministerkonferenz und dem Thema „Fußball ohne Gewalt“ positioniert sich GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke im Vorfeld klar für eine Stärkung der Polizeiarbeit und sieht Verantwortung bei den Vereinen. Die zunehmende Gewalt in und um Stadien erfordert entschlossene Maßnahmen, um Polizistinnen und Polizisten zu stärken und friedliche Fans zu schützen.
Die aktuelle Situation zwischen Ultragruppierungen und Polizei ist alarmierend: Übergriffe auf Einsatzkräfte, wie beim Ost-Derby mit vielen verletzten Polizisten, zeigen eine Zunahme der Eskalation. „Gewaltbereite Ultras und Hooligans gefährden nicht nur Polizisten, sondern auch die Mehrheit friedlicher Fans – dies ist keine Fan-Fehde, sondern Kriminalität pur“, meint Kopelke.
Die GdP fordert Schnell-Richter im Stadion und Gesichtserkennung, um Gewalttätern sofort zu begegnen und Abschreckung zu erzeugen. Bei Hochrisikospielen müssen auch Richter und Staatsanwälte vor Ort sein, um Strafen umgehend zu verhängen – nur so sinkt die Wiederholungsgefahr und erzeugt eine Wirkung noch in den Spieltag hinein. Prävention allein reicht nicht, wenn Vereine Ultras schützen und Polizei angegriffen wird. „Die „Überwachungsstaat“-Kritik von Fan-Bündnissen ist absurd – 99% friedlicher Fans profitieren von gezielter Technik gegen Gewalttäter, nicht von Generalverdacht“, stellt Kopelke klar.
Die Politik muss rechtliche Grundlagen für Gesichtserkennung und personalisierte Tickets schaffen, Vereine zu mehr Sicherheitsinvestitionen bewegen und Polizeiressourcen aufstocken. Vereine müssen noch mehr in Stadionsicherheit und Sicherheitsbeauftragte investieren, Pyrotechnik und Hass intensiv unterbinden und insbesondere die bekannten Krawallmacher aus den eigenen Reihen verstoßen. Das Drohen mit Polizeikosten zeige nach Ansicht der GdP, dass auch die Innenministerien den Druck auf die Verantwortlichen bei DFL und DFB erhöhen, um der alarmierenden Situation wirksam zu begegnen.
Hintergrund SMK: Die Sportministerkonferenz (SMK) setzt sich aus den für den Sport zuständigen Ministern und Ministerinnen sowie Senatoren und Senatorinnen in den Ländern zusammen. Viele von Ihnen sind gleichzeitig die zuständigen Innenminister und Innensenatoren der Länder.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist die größte Interessenvertretung der Polizeibeschäftigten Deutschlands. Sie engagiert sich für ihre bundesweit über 210.000 Mitglieder, für die Zukunftsfähigkeit der Polizei sowie auf dem Gebiet der Sicherheits- und Gesellschaftspolitik.
PM Gewerkschaft der Polizei (GdP)