Nicole Gohlke, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Bundestag und Sprecherin für Bildung und Wissenschaft, zum Deutschen Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung, wonach die psychische Belastung bei Kindern und Jugendlichen erstmals nach der Pandemie wieder ansteige:
„Wenn die Bundesregierung vor vollen Klassen, Unterrichtsausfall und ständigem Personalmangel kapituliert, darf sie sich nicht wundern, wenn Kinder und Jugendliche von Stress, Angst und dem Gefühl, permanent funktionieren zu müssen, berichten. Eine Schule, die Kinder erschöpft statt zu stärken, ist das Ergebnis politischer Entscheidungen, nicht individueller Schwächen. Statt weiter an einem kaputtgesparten System herumzudoktern, braucht es endlich kleinere Klassen, eine Lehrkräfteoffensive, flächendeckende Schulsozialarbeit und die Abschaffung des Kooperationsverbots, damit Bildung zur echten Gemeinschaftsaufgabe wird. Der Bund muss aufhören, sich bei Gestaltung und Finanzierung von Bildung wegzuducken, sondern Verantwortung übernehmen. Ansonsten bleibt dieses Schulbarometer nicht der letzte Warnschuss, sondern wird zu einem weiteren Protokoll eines kollabierenden Bildungssystems.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag