Greenpeace zum gestrandeten Wal in der Ostsee

Seit Tagen liegt ein junger Buckelwal auf einer Sandbank in der Nähe des Timmendorfer Strands. Zahlreiche Rettungsversuche sind bisher erfolglos geblieben. Das sich große Meeressäuger in die flache Ostsee verirren, ist kein Einzelfall: Immer wieder stranden Wale in Küstengewässern. Dies hängt auch mit gestörten Wanderrouten, Nahrungssuche in ungewohnten Gebieten und menschlichen Einflüssen zusammen. Daniela von Schaper, Meeresexpertin von Greenpeace Deutschland, fordert daher einen besseren Schutz von Meeressäugern:

“Dieser junge Buckelwal kämpft vor unseren Augen um sein Leben – und wir müssen genau hinschauen, warum. Weltweit werden Wale durch menschliche Aktivitäten bedroht, wie z.B. Überfischung, Unterwasserlärm, Vermüllung der Meere und die Klimakrise. Wale folgen ihrer Nahrung und kommen so von ihren Wanderrouten ab. Wenn wir die Meere leerfischen, vertreiben wir sie aus ihrer Heimat.

Noch schlimmer: Stellnetze werden für Wale zur unsichtbaren Todesfalle. Sie verfangen sich, verletzen sich, werden geschwächt oder sterben qualvoll. Auch der junge Buckelwal hat sich in Fischernetzen verfangen und das ist kein Einzelfall – das passiert immer wieder, auch bei Schweinswalen in der Ostsee. Das lässt sich ändern durch wirksame Schutzgebiete, in denen keine Fischerei stattfindet.”

PM Greenpeace Deutschland e.V.

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