Einspeisenetzentgelte dürfen Flexibilität nicht ausbremsen

Am 27. März endet die Stellungnahmefrist zu den von der Bundesnetzagentur (BNetzA) vorgelegten Orientierungspunkten für Einspeisenetzentgelte (Teil des AgNeS-Prozesses).

„Pauschale Baukostenzuschüsse oder kapazitätsbasierte Einspeisenetzentgelte, die sich an der installierten Anschlussleistung orientieren, lehnen wir klar ab. Sie benachteiligen Flexibilitätskonzepte systematisch“, betont Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie (HBB).

Eine flexible Fahrweise erfordert eine hohe Anschlussleistung bei gleichzeitig niedrigen Volllaststunden. Würden Baukostenzuschüsse oder kapazitätsbasierte Entgelte ohne Bezug auf die Betriebsweise der Anlagen eingeführt, würden gerade stärker flexibilisierte Biogasanlagen überproportional belastet werden. Dabei erfüllen diese Anlagen eine zentrale energiewirtschaftliche Funktion: „Sie stellen regelbare erneuerbare Leistung bereit und kommen gezielt in Zeiten hoher Residuallast zum Einsatz. Dieses Betriebsmodell ist sinnvoll, politisch gewollt und im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) angelegt“, so Rostek.

Auch für Holzenergieanlagen, die Strom und Wärme bereitstellen, drohen Fehlanreize. Insbesondere dort, wo die Stromerzeugung nachrangig zur Wärmeversorgung erfolgt, spiegelt die Anschlusskapazität nicht die tatsächliche Netzinanspruchnahme wider.

Eine sachgerechte Ausgestaltung der Instrumente sei laut der Bioenergieverbände im HBB entscheidend, um die politisch gewollte Flexibilisierung der Bioenergie nicht zu gefährden.

Diese und weitere Punkte finden Sie ebenfalls in der heute eingereichten Stellungnahme.

Über die Bioenergieverbände

Im „Hauptstadtbüro Bioenergie“ bündeln vier Verbände ihre Kompetenzen und Ressourcen im Bereich Energiepolitik: der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE), der Deutsche Bauernverband e.V. (DBV), der Fachverband Biogas e.V. (FvB) und der Fachverband Holzenergie (FVH). Gemeinsam bilden sie die gesamte Bioenergiebranche ab von Land- und Forstwirten, Anlagen- und Maschinenbauern, EnergieversorgerOffenkundig gefälschtre n bis hin zu Betreibern und Planern. Das Hauptstadtbüro Bioenergie verleiht den vielen unterschiedlichen Akteuren und verschiedenen Technologien der Bioenergiewirtschaft eine gemeinsame starke Stimme gegenüber der Politik. Insbesondere in den Sektoren Strom und Wärme setzt es sich technologieübergreifend für die energiepolitischen Belange seiner Trägerverbände ein. Im Kontakt mit politischen Entscheidungsträgern kann das Hauptstadtbüro Bioenergie auf ein breites Unterstützernetzwerk zurückgreifen und kooperiert insbesondere mit dem Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
www.hauptstadtbuero-bioenergie.de

PM  Fachverband BIOGAS e.V.

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://meinungsstark.eu/einspeisenetzentgelte-duerfen-flexibilitaet-nicht-ausbremsen/

Schreibe einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.