Es ist mal wieder Zeit für ein öffentliches Bauprogramm!

Nach dem Krieg fehlten 1945 in Westdeutschland Millionen Wohnungen (Schätzungen der Lücke liegen 1945 bei mehreren Millionen). Um das zerstörte Deutschland wieder aufzubauen und auch die Hunderttausenden von Flüchtlingen unterzubringen wurde ein großes Wiederaufbau- und Instandsetzungsprogrammen in den späten 1940er und frühen 1950er Jahren umgesetzt.

Einige historische Übersichten nennen einen Netto-Zuwachs in den frühen 1950er Jahren von mehreren Millionen Wohnungen (z. B. Hinweise, dass die BRD zwischen Kriegsende und Mitte der 1950er Jahre einen Zugang von rund 3–3,5 Millionen Wohnungen verzeichnete; andere Darstellungen heben, dass in den 1950er Jahren – über ein ganzes Jahrzehnt – durch staatliche Programme mehrere Millionen (z. B. 3,3 Mio. staatlich geförderte + 2,7 Mio. privat) Wohnungen geschaffen wurden). Das spricht dafür, dass im engeren 1945–1955-Fenster eine Größenordnung von deutlich über 1 Million bis zu einigen Millionen (grobe Bandbreite) an fertiggestellten bzw. wiederhergestellten Wohnungen realistisch ist — genaue, einheitlich definierte Jahres-Summen sind aber in dieser Periode schwer exakt zu bestimmen (Chat GPT).

Auch in den Jahrzehnten, in den Zeiten des Wirtschaftswunders wurde reichlich gebaut. Aber dann geriet der gemeinnützige Wohnungsbau den Politikern aus dem Fokus, es waren ja augenscheinlich genug Wohnungen vorhanden, ja, zeitweise standen sogar Wohnungen leer. Große Bauträger, Bauvereine- und Genossenschaften zogen sich aus dem Wohnungsbau zurück, öffentliche Immobilienbesitzer, Banken und große Industrieunternehmen verkauften ihre Immobilien oft zu Spottpreisen an einige wenige Immobilienkonzerne, die so den Grundstein zu ihren Milliardenimperien (Vonovia) legten. Diese wenigen Immobilienkonzerne hatten kein großes Interesse daran Wohnungen zu bauen, denn nur der Mangel an Wohnungen verspricht hohe Mieten. Gleichzeitig zog sich auch der Staat aus dem sozialen Wohnungsbau zurück.

Folge ist, dass es heute in Deutschland über eine Million wohnungslose Menschen gibt. Den Konzernen zuzutrauen, dass sie diese fehlenden Wohnungen bauen, hieße dass diese Konzerne von ihrem Wirtschaftskonzept abstand nehmen  und auf Gewinne verzichten müssten. Das werden sie nicht!

Stattdessen muss der Staat wieder ein Wohnungsbaukonzept mit dem Bau von rund einer Million neuer sozial-geförderter Wohnungen in kommunaler Hand initiieren.

Von 2015 bis heute wurden in Deutschland nicht einmal drei Millionen Wohnungen neu gebaut, was gerade einmal den Verlust von zurückgebauten Wohnungen ausgleicht. (Chat GPT)

Joachim Abel

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