Ulrich Thoden, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Ankündigung der USA, schrittweise 5.000 Soldat:innen aus Deutschland abziehen zu wollen:
„Mit seiner Drohung stellt Trump erneut seine Ignoranz gegenüber diplomatischen Gepflogenheiten unter Beweis. Einen tatsächlichen Schaden verursacht er mit dieser Reduktion der US-Truppenpräsenz in Deutschland jedoch nicht, ganz im Gegenteil. Insbesondere durch den Irankrieg sehen wir als Linke unsere Forderung bestätigt, dass sämtliche US-Militärbasen in Deutschland geschlossen werden müssen, damit Deutschland nicht weiter als logistische Drehscheibe für völkerrechtswidrige Kriege genutzt werden kann. Dass die betroffenen Regionen dann bei der Umstellung auf zivile Nutzung der Standorte unterstützt werden müssen, ist völlig klar. Die Kommunen und Tausende Beschäftigte brauchen Verlässlichkeit und Perspektiven. Trumps irrationales Verhalten hätte für die Bundesregierung längst Anlass genug sein müssen, Vorsorge zu treffen und einen Übergangsplan für die Konversion auszuarbeiten. Die täglich wechselnden Meinungen von Trump stellen in Kombination mit den in Deutschland und Europa stationierten Truppen eine Gefahr für uns dar. Der Bundeskanzler wäre verrückt, Trump in dieser Situation auch noch die Kontrolle über US-Mittelstreckenraketen in Deutschland geben zu wollen. Frieden und Sicherheit in Europa brauchen mehr Diplomatie und Rüstungskontrolle statt einer Aufrüstungsspirale.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag