ver.di: BAföG-Erhöhung muss sofort kommen

Vor der am kommenden Montag (8. Juni 2026) stattfindenden Sitzung des CDU-Bundesvorstands fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die CDU/CSU auf, ihre BAföG-Blockade zu beenden. „Die Ankündigung des Fraktionsvorsitzenden der Union Jens Spahn und der Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU), das BAföG nicht erhöhen zu wollen, ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung“, kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. „Wer beim BAföG nicht einmal die minimalen Versprechen aus dem Koalitionsvertrag umsetzen will, hat offensichtlich das politische Ziel Bildungsgerechtigkeit aufgegeben. Der CDU-Vorstand ist hier dringend aufgefordert, einzugreifen.“

Union und SPD hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag auf eine Erhöhung der Wohnkostenpauschale, schrittweise Erhöhungen des Grundbedarfs sowie eine Dynamisierung von Freibeträgen geeinigt. „Diese politische Zusage muss eingehalten werden, die Union muss umgehend den Weg dafür frei machen“, forderte Bühler. „Im nächsten Schritt braucht es eine umfassende BAföG-Reform, damit junge Menschen aus Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen einen verlässlichen Zugang zu akademischer Bildung haben.“

Um ihrer Forderung für eine schnellstmögliche Umsetzung der vereinbarten BAföG-Erhöhung Nachdruck zu verleihen, beteiligt sich ver.di am Montag (8. Juni 2026) in Berlin an einer gemeinsamen Kundgebung mit dem freien zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) e.V., dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) sowie der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW).

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