Ates Gürpinar zur Teilkrankschreibung

Ates Gürpinar, Sprecher für Gesundheitsökonomie und Public Health der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Vorschlag einer Teilkrankschreibung:

„Den Vorschlag zur Teilkrankschreibung und einem Teilkrankengeld lehnen wir ab. Dieses Modell würde zum Einfallstor für rücksichtslose Arbeitgeber, ihre Angestellten auch krank arbeiten zu lassen. Denn im Gegensatz zum jetzt schon möglichen Hamburger Modell ist vorgesehen, dass der Arbeitgeber die teilweise Arbeitsleistung bezahlt. Das wird deutlich mehr Druck auf die Versicherten ausüben, arbeiten zu gehen, obwohl sie dazu noch nicht in dem Umfang in der Lage sind. Die ärztliche Bescheinigung der Teilarbeitsfähigkeit hilft da auch nur sehr begrenzt, da die Ärzt:innen in der Regel der Selbsteinschätzung und dem Wunsch ihrer Patient:innen, teilweise wieder arbeitsfähig zu sein, nicht im Wege stehen wollen, wenn nicht eine offensichtliche Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Folgekosten für nicht vollständig kurierte Krankheiten sind also programmiert. Und das von der Kommission festgestellte relativ geringe Einsparpotenzial einer solchen Maßnahme ist hier noch nicht einmal eingepreist.“

PM Fraktion Die Linke im Bundestag

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