Christian Görke, sport- und finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum jüngsten Beschluss des Haushaltsausschusses zur ‚Sportmilliarde‘:
„Trotz der zusätzlichen 250 Millionen Euro, die der Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen hat, summiert sich das Sportstätteninfrastrukturprogramm des Bundes nur auf 583 Millionen Euro. Die bereits mehrfach durch die Koalition verkaufte ‚Sportmilliarde‘ zur Ertüchtigung der Sportinfrastruktur existiert damit immer noch nicht. Wie im Sport gilt auch in der Politik: Wer gegen die Regeln spielt – erst die Sportmilliarde verspricht, dann nicht liefert -, betrügt nicht nur die Konkurrenz, sondern vor allem die Zuschauer:innen. Allein in Berlin und Brandenburg besteht ein Sanierungsbedarf von 1,6 Milliarden Euro, während sich der Investitionsstau deutschlandweit laut DOSB auf 30 bis 40 Milliarden Euro beläuft. Der Verwendungszweck der nun beschlossenen 250 Millionen Euro soll speziell für den Bau bzw. die Sanierung von Schwimmhallen oder Schwimmbädern eingesetzt werden – doch damit kann man gerade einmal 10 bis 15 neue Bäder bauen, während laut DLRG gleichzeitig 80 andere wieder schließen werden. Nach Angaben der Tageszeitung Die Zeit sind zudem circa 50 Prozent der 6.000 Schwimmbäder in Deutschland sanierungsbedürftig. Die Investitionen sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Linke fordert deshalb von der Bundesregierung ein langfristig solides Sport-Investitionspaket in Höhe von einer Milliarde Euro jährlich, um die dringend benötigte Sanierung auf die Beine zu stellen. Wer das nicht schafft, sollte aufhören, von einer Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland zu träumen.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag