„Die Berichte über Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas sind zutiefst alarmierend. Sollte sich bestätigen, dass es sich hierbei um einen Angriff der Vereinigten Staaten handelt, wäre dies ein eklatanter Bruch des Völkerrechts und ein weiterer Ausdruck einer post-kolonialen Machtpolitik, die auf militärischer Dominanz setzt und auf die wertvollen Ressourcen souveräner Staaten abzielt“, sagt Vinzenz Glaser, Sprecher für antikoloniale Außenpolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag.
Glaser weiter: „Dieser mutmaßliche Angriff kommt nicht aus dem Nichts. Seit Monaten verschärfen die USA ihre politische, wirtschaftliche und militärische Drohkulisse gegenüber Venezuela. Militärische Manöver in der Region sowie gezielte Provokationen haben die Lage systematisch eskaliert. Militärische Gewalt gegen einen souveränen Staat – insbesondere in einer dicht besiedelten Hauptstadt – ist durch nichts zu rechtfertigen. Sie trifft die Zivilbevölkerung, untergräbt internationales Recht und verschärft globale Machtasymmetrien. Die Bundesregierung muss sich klar und unmissverständlich gegen jede Form einseitiger militärischer Intervention positionieren, auf eine internationale Untersuchung der Vorfälle drängen und sich für Deeskalation, Dialog und die Achtung der venezolanischen Souveränität einsetzen. Eine gerechte Außenpolitik muss sich von post-kolonialen Denkmustern lösen und konsequent auf Diplomatie, Völkerrecht und Selbstbestimmung setzen.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag