Janine Wissler zur vorläufigen Schätzung des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2025

Janine Wissler, wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur vorläufigen Schätzung des Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2025 durch das Statistische Bundesamt:

„Die Ausgaben der privaten Haushalte und des Staates waren 2025 die zentralen Stützen der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Ohne den Anstieg der privaten Konsumausgaben und die deutlichen Mehrausgaben des Staates für Rente, Gesundheit und Investitionen würde Deutschland immer noch tief in der Rezession stecken. Das verarbeitende Gewerbe erlebt durch den Einbruch der Exporte und das Verschlafen von Zukunftsinnovationen eine tiefe Krise. Die Antwort auf diese Entwicklung liegt in der Stärkung des privaten Konsums durch höhere Löhne und Renten sowie langfristigen nachhaltigen öffentlichen Investitionen. Das Sondervermögen von 500 Milliarden Euro bietet dafür bestenfalls einen ersten Schritt, und auch nur dann, wenn das Geld wirklich in Infrastruktur und in den Umbau hin zu einer zukunftsfähigen klimaneutralen Industrie gesteckt wird. Darauf muss die Politik der Bundesregierung ausgerichtet sein. Ohne eine solche drastische Kehrtwende seitens der Bundesregierung wird Deutschland langfristig in der Krise bleiben. Die bisherigen Erfolgsfaktoren des Wirtschaftsmodells Deutschland – billiges russisches Gas und globaler Freihandel – haben sich endgültig oder für lange Zeit erledigt. Das deutsche Wirtschaftsmodell muss grundlegend geändert werden.“

PM Fraktion Die Linke im Bundestag

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