Kraft für mehr als den Minimalkonsens – sondern echte Antworten auf drängende Herausforderungen

Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Tomi Neckov, gratuliert der bayerischen Staatsministerin für Kultus und Unterricht, Anna Stolz, zur turnusmäßigen Übernahme der Präsidentschaft der Bildungsministerkonferenz. Anlässlich des heutigen offiziellen Festakts in Berlin wünscht er ihr viel Kraft dafür, im Gremium der 16 Bundesländer bei den notwendigen Themen ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen und stets konstruktive Entscheidungen abseits des Minimalkonsenses herbeizuführen.

Neckov benennt konkrete Herausforderungen:

Einsatz für TALIS

„In diesem Jahr muss die Entscheidung herbeigeführt werden, ob Deutschland an TALIS teilnehmen wird. Wir erwarten, dass sich die Bildungsministerkonferenz eingängig mit unseren Argumenten auseinandersetzt – und sich dann für eine Teilnahme entscheidet, so wie es auch für das Personal in frühkindlichen Bildungseinrichtungen der Fall ist. Wir brauchen eine genaue Bestandsaufnahme und den internationalen Vergleich, da die Lehrkräftegesundheit durch die hohen Belastungen und den Lehrkräftemangel in Gefahr ist. Deshalb müssen nun Maßnahmen ergriffen werden, um dieses Thema in allen Bundesländern mehr in den Fokus zu rücken.“

Klare Positionierung für die Verbeamtung von Lehrkräften

„Wir erwarten, dass sich das Gremium unter dem Vorsitz von Präsidentin Anna Stolz klar für die Verbeamtung von Lehrkräften positioniert. Für uns steht außer Frage, dass diese Praxis aufgrund der hoheitlichen Tätigkeit gerechtfertigt ist. Zudem sichern die verbeamteten Kolleginnen und Kollegen in den Schulen den verlässlichen Zugang aller Kinder zu guter Bildung.“

Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung

„In diesem Sommer wird der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gültig. Doch, was gesetzlicher Anspruch ist, und was die KMK im Oktober 2023 zur Weiterentwicklung der pädagogischen Qualität der Ganztagsschule und weiterer ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter empfohlen hat, sind noch zwei Welten. Wir erwarten, dass die Zielbilder durch eine beständige Zusammenarbeit insbesondere von Ländern und Kommunen vereint werden – und Qualität in den Fokus rückt.“

Lernen in der digitalen Welt

„Neben der Erarbeitung der Richtlinien zur Vergabe und Förderung durch den Digitalpakt 2, müssen die Länder weiter schärfen, was Schule im Bereich des Digitalen leisten soll – und sie dementsprechend mit Hardware, Software, Raum und Zeit ausstatten. Die Lehrkräfte müssen nach vergleichbaren Standards auf diese Aufgabe vorbereitet werden. Und nicht zuletzt gilt es die Frage zu beantworten, wie die schwierige Gratwanderung zwischen Lebenswirklichkeit der Kinder und den Risiken der digitalen Welt, insbesondere im Bereich der sozialen Medien, gelöst werden kann.“

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Bildungsgewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus dem frühkindlichen Bereich, der Primarstufe, den Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrkräftebildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Bildungsgewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb beamtenbund und tarifunion.

PM VBE Verband Bildung und Erziehung

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