„Das ist es, was wir sehen wollen: Konkrete, messbare Ziele, die ins Zentrum jeglicher Weiterentwicklung des Bildungssystems gehören. Die Roadmap mit sieben Handlungsfeldern benennt klare Aufträge an Bund, Länder und Kommunen“, bewertet Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die Verlautbarung der Bildungsministerkonferenz.
„Bei der Schwerpunktsetzung zeigt sich aber ein strategischer Fehler: Lehrkräftebildung und das Leitungshandeln (noch) nicht ins Zentrum der Bemühungen zu stellen, verkennt deren Relevanz für das pädagogische Handeln in Schule. Wie sollen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler verbessert werden, wenn die Lehrkräfte darauf nicht adäquat vorbereitet werden? Warum rückt die datengestützte Qualitätsentwicklung ins Zentrum, bevor der veränderte Anspruch an Leitung ausdefiniert wurde“, fragt Neckov.
Hier zeige sich ein zentrales Missverständnis: „Schule ist kein Selbstläufer. Wer bessere Leistungen möchte, braucht eine besser ausgestattete Schule mit bestmöglich vorbereiteten und begleiteten Lehrkräften, die in multiprofessioneller Zusammenarbeit das Lernen anleiten, begleiten, unterstützen und weiterentwickeln.“
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Bildungsgewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus dem frühkindlichen Bereich, der Primarstufe, den Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrkräftebildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Bildungsgewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb beamtenbund und tarifunion.
PM VBE Verband Bildung und Erziehung