Sarah Vollath zur Rentenreform / Deutschlandtag der JU

Sarah Vollath, Sprecherin für Renten- und Alterssicherungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum Deutschlandtag der Jungen Union und der Renten-Diskussion:

„Die Junge Union inszeniert sich als Interessenvertretung der Jugend, arbeitet aber eigentlich nur daran, unsere Sozialsysteme weiter auszuhöhlen: Das ist ein scheinheiliger PR-Stunt auf dem Rücken der jungen Generation. Wer heute die Rente schwächt, sorgt dafür, dass die junge Generation morgen in Altersarmut landet. Das ist keine Generationengerechtigkeit, das ist ein Angriff auf die soziale Sicherheit von Millionen.

Die Junge Union will bei der Logik der vergangenen zwei Jahrzehnte bleiben, in der das Rentenniveau systematisch gesenkt und die Menschen in private Vorsorge verdrängt wurden. Wer jetzt sogar die Haltelinie von 48 Prozent zerschießen will, verfolgt nicht die Interessen der jungen Generation, sondern die Interessen derjenigen, die an privater Altersvorsorge und niedrigen Lohnnebenkosten verdienen. Wir als Linke erteilen diesen Plänen eine klare Absage und stellen dem die Perspektive eines starken öffentlichen Rentensystems gegenüber, das Jung und Alt gleichermaßen schützt. Das Rentenniveau muss wieder auf 53 Prozent angehoben werden. Zudem fordern wir eine solidarische Mindestrente von 1.400 Euro netto, die unabhängig von lückenlosen Erwerbsbiografien vor Altersarmut schützt und gesellschaftlich notwendige Arbeit wie Pflege und Kindererziehung anerkennt.

Finanziert werden soll dies über eine breite Erwerbstätigenversicherung, in die endlich alle einzahlen – auch Abgeordnete, Beamt:innen und Selbstständige -, sowie über eine deutlich angehobene Beitragsbemessungsgrenze. Wer ein Leben lang arbeitet oder gesellschaftlich beiträgt, muss im Alter gut und zufrieden leben können. Daran muss sich jede Rentenpolitik messen lassen, auch die der Jungen Union.“

PM Fraktion Die Linke im Bundestag

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