Sören Pellmann zum Oxfam-Bericht

Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum heute vorgestellten Ungleichheits-Bericht von Oxfam:

„Da Davos schön ist, werden heute die Champagnerkorken knallen. Pünktlich zum jährlichen Stelldichein der westlichen Elite aus Politik und Wirtschaft veröffentlicht Oxfam den ‚Erfolgsbericht‘ ihrer Politik. Und sie können ’stolz‘ auf sich sein: das Vermögen von Milliardären wuchs 2025 weltweit um 2,5 Billionen US-Dollar auf einen Rekordwert von 18,3 Billionen US-Dollar. Allein der Zuwachs entspricht fast dem gesamten Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung. Ein ähnliches Bild zeigt sich in Deutschland: hier haben sich mittlerweile 172 Menschen ihre Milliarden hart ‚erarbeitet‘. Es ist offensichtlich etwas nunmehr völlig aus den Fugen geraten, wenn auf der einen Seite ein dermaßen obszön vermehrter Reichtum einem ständig zunehmenden Elend auf der anderen Seite gegenübersteht. Ein Phänomen derart gespaltener Gesellschaften ist Donald Trump selbst. Der hat sein Amt denn auch gleich dafür genutzt, sein Vermögen seit seinem Amtsantritt auf 6,7 Milliarden US-Dollar zu steigern. Seine Präsidentschaft ist die deutliche Warnung, dass eine massive Ungleichverteilung von Vermögen Demokratie und Völkerrecht untergräbt, die Kriegsgefahr steigert und Raubbau an der Erde betreibt. Um unsere Demokratie und den Rechtsstaat zu schützen, setzt sich Die Linke für energische Umverteilung ein. Die Vermögenssteuer muss umgehend wieder aktiviert werden und auch die Reform der Erbschaftsteuer ist überfällig. Nur mit einer gerechten Besteuerung können wir verhindern, dass sich einzelne superreiche Menschen die Erde untertan machen.“

PM Fraktion Die Linke im Bundestag

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