Sören Pellmann zur Einigung beim Wehrdienst

Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Einigung der Koalitionäre beim Wehrdienst:

„Jeder der Koalitionäre versucht, die Einigung bei der Wehrpflicht als Erfolg für sich zu verbuchen – wer unter die Räder kommt, ist die junge Generation. De facto hat die Koalition ihren Streit einfach in die Zukunft verschoben. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass die Wehrpflicht kommen wird. Zumal die Union neben der halbjährlichen Berichtspflicht und verbindlichen Aufwuchszahlen auch einen höheren Gesamtbedarf an Soldaten von 270.000 bis 2035 durchgesetzt hat. Geradezu zynisch ist es, sich hinzustellen und die verpflichtende Musterung für Männer als Mitsprache und Einbeziehung der Betroffenen zu verkaufen. Der Musterungsbrief wird die Debatte über die Wehrpflicht in die Familien und an die Küchentische bringen. Das meinte Quentin Gärtner als Sprecher für seine Generation aber mit Sicherheit nicht, als er – völlig zurecht – die Beteiligung der Hauptbetroffenen einforderte. Die Linke arbeitet bereits jetzt am Aufbau von Hilfs- und Beratungsangeboten für die jungen Menschen. Auch und gerade, wenn sie den Kriegsdienst verweigern wollen.“

PM Fraktion Die Linke im Bundestag

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