Sören Pellmann, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu einer aktuellen Umfrage zur Zukunft der Rente im Auftrag des VdK anlässlich einer Anhörung im Bundestag zur Stabilisierung des Rentenniveaus:
„Die Union sollte endlich aufhören, mit ihrer von Merz ausgerufenen Agenda 2030 gegen die Interessen der Mehrheit zu agieren. Denn es ist die Mehrheit, die einen starken Sozialstaat und eine solidarische Lösung der Rentenfrage will. Zwei Drittel der Bevölkerung sind für eine stärkere Finanzierung des Sozialstaats durch Vermögens- und Erbschaftssteuern, wie die vom VdK in Auftrag gegebene Umfrage zeigt. Und mehr als drei Viertel der Befragten befürworten die Einbeziehung aller Erwerbstätigen in die GKV – also auch von Beamten, Politikerinnen, Politikern und Selbständigen. Das würde ihr Vertrauen in die Rentenversicherung stärken. Eine solche Erwerbstätigenversicherung könnte zusammen mit einer höheren Beitragsbemessungsgrenze nicht nur das Problem steigender Beiträge lösen. Mit unserem Rentenkonzept zeigen wir, das auch ein Rentenniveau von 53 Prozent wieder finanzierbar wäre. Das ist dringend nötig, denn seit dessen Absenkung auf 48 Prozent hat sich das Altersarmutsrisiko mit 19,6 Prozent fast verdoppelt. Nicht nur diese Menschen bräuchten einen Kanzler, der sich an Pfandflaschen suchenden Rentnerinnen und Rentnern im Stadtbild stört und die Bekämpfung von Altersarmut zur Chefsache macht. Stattdessen ist bei der Kanzlerpartei aber noch nicht mal eine Mehrheit für die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent sicher.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag