Stella Merendino zur Kritik an Warkens Kliniksparplänen

Stella Merendino, Sprecherin für Krankenhaus- und Notfallversorgung der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Kritik an Gesundheitsministerin Nina Warkens Kliniksparplänen anlässlich des laufenden 48. Deutschen Krankenhaustages:

„Die Kritik der Krankenhäuser an den Sparplänen der Gesundheitsministerin ist berechtigt. Im Juni versprach Frau Warken noch vier Milliarden Euro Soforthilfen, weil Kliniken sonst dichtmachen müssten. Jetzt will sie 1,8 Milliarden kürzen. Das ist ein lebensgefährlicher Kurs. Die Schließungen der letzten Jahre haben gezeigt, was Unterfinanzierung anrichtet. Es kollabiert ein ländliches Krankenhaus nach dem anderen. Geburtshilfen und Notaufnahmen verschwinden, weil sie im Fallpauschalen-System nicht abgebildet sind. Wer auf dem Land einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet, dessen Überlebenschancen sinken mit den Sparplänen. Diese Politik spaltet das Land in Regionen, in denen man medizinische Hilfe bekommt, und solche, in denen ein Notfall das Todesurteil bedeuten könnte. Währenddessen machen Konzerne Gewinne, indem sie sich die profitabelsten Behandlungen herauspicken. Statt weiter zu kürzen, brauchen wir eine kostendeckende Finanzierung der Krankenhäuser, die das Überleben aller bedarfsnotwendigen Standorte und damit auch der hilfesuchenden Menschen sichert. Dafür zahlen wir alle unsere Krankenkassenbeiträge.“

PM Fraktion Die Linke im Bundestag

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