Trendmonitor Spezial der Telekom Stiftung zu KI-Regelungswerken: Hohe Regelungsdichte – VBE-Chef warnt: „So wird der Einsatz von KI verhindert“

„Der Trendmonitor Spezial zeigt eindrucksvoll, wie die Lehrkräfte mit 56 verschiedenen Regelwerken, davon allein 16 verschiedene Vorgaben aus den Ländern, durch den Dschungel an Möglichkeiten, den KI bietet navigieren sollen. Wer möchte, dass Lehrkräfte rechtssicher KI nutzen können, muss aber klare, nachvollziehbare und am besten einheitliche Regelungen aufstellen, die einfach anzuwenden sind. Das muss in Fortbildungen vermittelt und auch on demand zum Nachschauen und Selbstaneignen bereitstehen. Und zwar gestern“, fordert Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), angesichts der aktuell veröffentlichten Ergebnisse des Trendmonitor Spezials „Regelwerke zu KI an Schulen“ der Deutschen Telekom Stiftung.

Die repräsentative forsa-Umfrage, welche Teil der Veröffentlichung ist, zeigt: Nur ein Drittel der Lehrkräfte fühlt sich gut informiert, wie sie KI-Anwendungen in der Schule nutzen können. Dies hängt auch damit zusammen, dass die meisten Regelungswerke nicht bekannt sind. Fast alle Lehrkräfte geben an, dass sie sich verständliche Regelwerke wünschen und eine Übersicht benötigen, welche es gibt. Aber: Jene, die sich damit beschäftigt haben, geben nur zu einem Drittel an, mit den Regelwerken zufrieden zu sein. Der VBE-Chef Neckov kommentiert: „Zu viele Regelungswerke, zu wenig Zeit, Informationen, die nicht zum Praxisalltag passen – was den Lehrkräften zugemutet wird, hindert sie eher im Arbeiten und verhindert damit den effektiven Einsatz von KI für zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts sowie die bessere individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern. Es muss Anspruch der Kultusministerien, aber auch Datenschutzbeauftragten sein, Regelungen zu harmonisieren, um das Agieren mit KI zu unterstützen – auch bundeslandübergreifend.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) vertritt als parteipolitisch unabhängige Bildungsgewerkschaft die Interessen von ca. 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen – aus dem frühkindlichen Bereich, der Primarstufe, den Sekundarstufen I und II und dem Bereich der Lehrkräftebildung – in allen Bundesländern. Der VBE ist eine der beiden großen Bildungsgewerkschaften in Deutschland und mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im dbb beamtenbund und tarifunion.

PM Verband Bildung und Erziehung (VBE)

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