ver.di-Transparenzbericht für das Jahr 2025 – Wie ver.di mit jedem Euro Mitgliedsbeitrag starke Gewerkschaftsarbeit finanziert

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) finanziert die Arbeit als Interessenvertretung ihrer rund 1,83 Millionen Mitglieder allein aus deren Beiträgen: Jedes berufs- tätige Mitglied beteiligt sich mit einem solidarischen Prozent an der Gewerkschafts-Arbeit von ver.di. Wenn aufgrund von guten Tarifergebnissen die Löhne steigen, steigt entsprechend auch der Mitgliedsbeitrag. So kommt es, dass die Beitragseinnahmen von ver.di seit mehr als zehn Jahren kontinuierlich ansteigen. Das Geld ist gut angelegt: ver.di hat sich auch 2025 als durchsetzungsstarke tarif- und sozialpolitische Kraft bewiesen. Und dass sich daran auch in Zukunft nichts ändert, zeigt ein Blick auf das Alter der ver.di-Mitglieder: 2025 war die Quote der unter 28-Jährigen so hoch wie noch nie seit der ver.di-Gründung 2001.

ver.di ist jederzeit handlungsfähig und unterstützt alle Mitglieder bestmöglich bei der Durchsetzung ihrer Rechte, durch Rechtschutz, Qualifizierung, Betreuung und Beratung von Mitgliedern und Mitbestimmungsgremien ebenso wie in Tarifverhandlungen und natürlich auch beim Streik!

ver.di steckt jeden Euro, der von den Mitgliedern gezahlt wird, in die Durchsetzung der Interessen und Unterstützung ihrer Mitglieder.

Bleiben wir beim Euro: Davon gehen 36 Cent in die Betreuung und Beratung von Mitgliedern und Arbeitnehmer*innenvertretungen vor Ort, 3 Cent in die gewerkschaftliche Bildungsarbeit und 13 Cent in die politische Lobbyarbeit, denn ver.di mischt sich als wichtige gesellschaftspolitische Kraft natürlich ein und formuliert klare Anforderungen an die Politik, wie zum Beispiel im Kampf um gute Arbeit: Denn es macht einen Unterschied, welche gesetzlichen Rahmen für die Gestaltung von Tarifbedingungen gelten, zum Beispiel beim Thema Arbeitszeit. Die Frage nach einer auskömmlichen Rente und sozialer Sicherung treibt unsere Kolleg*innen ebenso um wie die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Davon sind zum einen die vielen ver.di-Mitglieder betroffen, die zum Beispiel im Gesundheitswesen arbeiten, aber auch diejenigen, die gut gepflegt werden wollen, wenn sie krank oder alt sind. Deswegen bewegen uns besonders die Angebote, die „der Staat“ seinen Bürger*innen macht, ob in Ämtern, in Krankenhäusern, im öffentlichen Personennahverkehr, in der Ver- und Entsorgung oder in Kitas. Wir vertreten die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund, Land und Kommunen, aber auch die Mitglieder, die den Anspruch haben, einen ordentlichen Nahverkehr oder öffentliche Schwimmhallen zu nutzen und nicht ewig auf einen Termin im Bürgeramt warten wollen.

Alle wichtigen Entscheidungen in ver.di werden von den rund 1,8 Millionen Mitgliedern getroffen. Demokratische Teilhabe wird in ver.di gelebt und in Entscheidungsgremien quer durch die 60 Bezirke, zehn Landesbezirke und fünf Fachbereiche organisiert. So ist sichergestellt, dass alle Mitglieder sich regional beziehungsweise berufsbezogen für ihre Interessen in ihrer Gewerkschaft einsetzen und beteiligen können.

Wir wollen, dass sich unsere Mitglieder aktiv einbringen und uns mit ihrer politischen und beruflichen Erfahrung noch stärker machen und das lassen wir uns einiges kosten: So werden 26 Cent pro Euro für die Arbeit in den knapp 12.000 gewerkschaftlichen Gremien eingesetzt.

Der Gewerkschaftsrat ist das höchste ehrenamtliche ver.di-Gremium zwischen den Bundeskongressen und entscheidet in eigenen Ausschüssen über die Finanz- und Personalpolitik von ver.di. Übrigens sind in ver.di mehr als 50 Prozent Frauen organisiert und der Frauenanteil muss sich in allen Gremien verbindlich abbilden. So ist ver.di auch eine der mächtigsten Frauenorganisationen in Deutschland.

ver.di lebt also nicht nur von den Beiträgen der Mitglieder, sondern auch von deren Einsatz und Engagement, in der Fläche und zu allen beruflich, arbeitsmarkt- und sozialpolitisch sowie gesellschaftlich relevanten Themen.

Diese Art der Zusammenarbeit und Teilhabe setzt den Austausch und die Vernetzung der Mitglieder untereinander voraus und so lässt sich ver.di die Information und Kommunikation einiges kosten. Die Mitgliederzeitung ver.di-Publik erscheint sechsmal jährlich mit einer Printauflage von rund 1,6 Millionen Exemplaren, dazu kommen Berufs- und Brancheninformationen, Broschüren, Newsletter und umfassende Onlineangebote. In einem 14-tägig erscheinenden Newsletter erhalten die ver.di-Mitglieder die aktuellsten ver.di-Infos zusammengefasst. Der zentrale ver.di-Newsletter lässt sich hier abonnieren: meine ver.di Meine Abos. In ihrem personalisierten geschützten Raum in meine ver.di (verdi.de) können alle Mitglieder ihre Daten aktualisieren und weitere individuelle Informationen erhalten. Für Information und Kommunikation fließen daher 7 Cent pro Euro Mitgliedsbeitrag in unsere Medien und Publikationen.

Seit ihrer Gründung im März 2001 hat ver.di rund 40.000 Tarifverträge für die Mitglieder abgeschlossen, was pro Jahr durchschnittlich rund 1.600 Tarifabschlüssen entspricht. Ende 2025 gab es in den Branchen, in denen ver.di Mitglieder organisiert, rund 24.000 laufende Tarifverträge.

2025 sind rund 226.957 Mitglieder in 232 Arbeitskämpfen ins- gesamt 610.113 Mal in den Ausstand getreten.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ver.di nicht in den regionalen oder überregionalen Nachrichten oder auf den digitalen Platt- formen wie Tiktok, Instagram, facebook und Co. mit Streikmeldungen sichtbar ist. Auch die Arbeitskämpfe werden von den Mitgliedsbeiträgen finanziert: Wir können unwilligen Arbeitgebern machtvoll Paroli bieten. Unsere Tarifrunden haben eins gemeinsam: ver.di-Mitglieder sind durchsetzungsstark und setzen immer wieder ordentliche Lohnsteigerungen durch. Damit profitieren Millionen Menschen und die gesamte Konjunktur von der erfolgreichen ver.di-Tarifpolitik!

Die ver.di-Streikkasse ist das Rückgrat der gewerkschaftlichen Arbeit. Darauf zu achten, dass genug Geld darin ist, um jederzeit ver.di-Forderungen durchzusetzen, ist eine Kernaufgabe der politischen Arbeit von ver.di. Dazu gehört auch, dass wir an dieser Stelle keine Angaben machen, aus denen interessierte Arbeitgeber Rückschlüsse über das Volumen der Streikkasse ziehen könnten. Sie können sich wie die ver.di-Mitglieder und die Öffentlichkeit sicher sein: ver.di ist in der Lage, die Forderungen ihrer Mitglieder auch mit Streiks durchzusetzen. Seit 2022 ist es möglich, über meine ver.di (verdi.de) die Streikunterstützung auch digital abzurechnen.

Auch, wenn es für das einzelne Mitglied hart auf hart kommt, steht ver.di den Kolleg*innen bei: So fließen 14 Cent von jedem Euro Beitrag in den Rechtschutz und es werden rund 30.000 Prozesse zur Durchsetzung der individuellen Rechte der ver.di-Mitglieder jährlich geführt, in der Mehrheit sind das Arbeitsrechtsprozesse, aber auch im Sozial- und Verwaltungs- recht verteidigen wir die Rechte der Kolleg*innen zum Teil über mehrere Instanzen. Wenn die Erfolgsaussichten und politischen Voraussetzungen entsprechend sind, landen diese Prozesse auch vor dem Bundesarbeitsgericht (54), vor den europäischen Gerichten oder vor dem Bundesverfassungsgericht, wo aktuell mehrere Verfahren anhängig sind. Vom Bundesverwaltungsgericht wurde ein Fall entschieden und vom Bundessozialgericht sieben. So konnte ver.di in höchster Distanz die Klarstellung durchsetzen, dass befristet Beschäftigte unmittelbaren Anspruch darauf haben, behandelt zu werden wie ihre unbefristet beschäftigten Kolleg*innen und auch für Beschäftigte in Teilzeit war die jahrelange juristische Auseinandersetzung um Überstundenzuschläge erfolgreich: Diese stehen den Kolleg*innen ebenso zu wie Vollzeitbeschäftigten und nicht erst, wenn sie deren Arbeitspensum überschritten haben.

Rein ehrenamtlich ist die beliebte Lohnsteuerberatung in ver.di organisiert, Mitglieder unterstützen Mitglieder und holen viel raus: „Allein im Jahr 2025 wurden 84.669 Lohnsteuerberatungen durchgeführt, die zu 53,7 Millionen Euro an Rückzahlungen der Finanzämter an die ver.di-Mitglieder geführt haben.

Der ver.di-Mitgliederservice bietet darüber hinaus ver.di-Kolleg*innen kostenfreie Online-Treffen zum Beispiel zu Vorsorge-, Versicherungs- und Finanzierungs- und Rentenfragen an und versorgte 2025 über 5.000 Mitglieder mit exklusiven Tipps.

ver.di schaut aber immer auch über den Tellerrand, nicht erst, seitdem internationale Konzerne viele Branchen dominieren, wie zum Beispiel Amazon. Internationale Solidarität wird bei uns großgeschrieben und so geht 1 Cent von jedem Euro Mitgliedsbeitrag in die internationale Gewerkschaftsarbeit, in Mitgliedschaften in internationalen und europäischen Dachverbänden wie zum Beispiel UNI Global Union, die die Interessen von mehr als 20 Millionen Dienstleistungsbeschäftigten weltweit vertritt. So hat UNI Global Union auch unter Mitwirkung von ver.di bereits 43 globale Abkommen mit multinationalen Unternehmen unterzeichnet, die arbeitsrechtliche Normen für die Beschäftigten in diesen Firmen in Afrika, Amerika, Asien/Pazifik und Europa festschreiben.

PM Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)

 

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