Damit die Bundesbürger, die mit Gas heizen, gut und günstig über den Winter kommen, ist es unerlässlich, dass die Gasspeicher vor Wintereintritt gut gefüllt sind. Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine ist das wichtiger denn je.
Unter Wirtschaftsminister Robert Harbeck war dies auch in schwierigen Jahren nie ein großes Problem. Harbeck hat rechtzeitig (oft schon im Sommer) für volle Speicher gesorgt.
Nicht so aber die neue Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, der üppige Gewinne für die Gasindustrie wichtiger sind, als eine sichere Gasversorgung der Bevölkerung. Denn, nur wenn Gas knapp ist, ist Gas auch teuer und daran verdienen dann die Versorger.
Nur zu 75 % sind die Gasspeicher Mitte November gefüllt, so wenig wie noch nie seit dem Ukraine-Krieg. Experten rechnen damit, dass schon bei einem normal kaltem Winter das Gas nicht reichen wird, die Stuben und das Wasser also kalt bleiben. Bei einem kalten Winter, und damit rechnen manche Meteorologen, ist das Gas schon Januar aufgebraucht. Und da die Wirtschaftsministerin zuerst der Industrie das vorhandene Gas zur Verfügung stellt, drohen den Verbrauchern, die immer noch auf Gas setzen, eine kalte Wohnung.
Aber es kann auch sein, dass wir die Wirtschaftsministerin einfach unterschätzen: mag sei, sie will auf diesem Wege die Wärmepumpe fördern (statt Beihilfen zu deren Anschaffung zu zahlen).
Joachim Abel