Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt eine neue Studie der Organisation The International Council on Clean Transportation (ICCT), die belegt, dass der Spritverbrauch und damit die CO2-Emissionen von Plug-in-Hybriden die offiziellen Angaben in der Praxis um ein Vielfaches übersteigen. Laut Studie verbrauchen Plug-in-Hybride auf der Straße etwa vier bis fünf Mal so viel Kraftstoff, wie in der Werbung und im Zulassungsverfahren angegeben. Die DUH kritisiert, dass die Bundesregierung derzeit in mehreren Gesetzgebungsverfahren auf EU- und Bundesebene, Plug-in-Hybride trotz verheerender Klimawirkung aufzuwerten.
Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH:
„Dass Plug-in-Hybride nur auf dem Papier Klimaschutz bedeuten, ist seit Jahren bekannt und wird durch die neue Studie von ICCT bestätigt. Wie schon beim Dieselgate nutzt die Automobilindustrie regulatorische Schlupflöcher systematisch aus. Anstatt diese Lücken zu schließen, setzt sich die Bundesregierung auf EU-Ebene für die Rückabwicklung des Verbrenner-Ausstiegs zugunsten von Plug-in-Hybriden ein und fordert ein Aussetzen der überfälligen Korrektur ihrer Verbrauchsangaben. Gleichzeitig stellt sie durch die Anpassung des Elektromobilitätsgesetzes Plug-in-Hybride wider jede klimapolitischen Logik mit batterieelektrischen Fahrzeugen gleich. Selbst das Umweltministerium fördert finanzielle Anreize für diese klimaschädlichen Verbrenner-Plug-in-Hybride mit der Elektroautoförderung. Die Studie belegt nun unwiderruflich, wie absurd die Förderung von Verbrennern mit kleinem elektrischen Hilfsmotor als wesentliche Maßnahme im Klimaschutzprogramm ist. Mit unseren neusten Klagen gegen die Bundesregierung werden wir ein wirksames Klimaschutzprogramm erstreiten. Um die verbindlichen Klimaziele im Verkehr zu erreichen, muss die Bundesregierung ihren Plan begraben, mit der aktuell laufenden Überarbeitung des Elektromobilitätsgesetzes Plug-in-Hybride für weitere zehn Jahre mit reinen Elektrofahrzeugen gleichzustellen.“
PM Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH