Sarah Vollath, rentenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zur Studie der Bertelsmann Stiftung zur Abschaffung der abschlagsfreien Frühverrentung:
„Wenn wir mit Blick auf die Rente über ‚besonders langjährig Versicherte‘ sprechen, dann geht es um Menschen, die 45 Jahre lang hart gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt haben. Für uns als Linke ist klar: Sie sollen auch in Zukunft das Recht haben, frei über ihren Ruhestand entscheiden zu dürfen, denn dafür ist unser Sozialstaat da. Hier darf es keine Einschnitte zugunsten von minimalen Einsparungen geben. Wer die Bertelsmann-Studie genau liest, bemerkt: Die potentiellen Einsparungen in Höhe von 9,5 Milliarden beziehen sich nicht auf ein Jahr, sondern auf das gesamte Rentenleben eines Jahrgangs. Pro Jahrgang sind das somit lediglich 3 Prozent aller Rentenausgaben – und damit wesentlich weniger, als von den Kürzungsfanatikern der Union zuletzt oft behauptet. Der Vorschlag, die ‚Rente mit 63‘ abzuschaffen, geht völlig an der Realität vorbei. Denn gerade Beschäftigte, die nach einem harten Arbeitsleben körperlich und mental am Ende sind, können nicht länger weiterarbeiten. Sie würden dennoch früher in Rente gehen und Abschläge in Kauf nehmen müssen. Mittelfristig könnten damit sogar Mehrkosten für die Rentenversicherung entstehen. Doch das wird in der Studie viel zu wenig berücksichtigt.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag