Deutschland stellt, neben dem Minenjagdboot FULDA und dem Tender MOSEL, auch autonome Minenabwehrsysteme, Minentaucher und spezialisierte Kräfte zum Schutz von Schiffen („Vessel Protection Teams“) sowie eine hochrangige Beteiligung deutscher Stabsoffiziere in den Führungsstäben der Mission in Aussicht.
Eine deutsche Beteiligung würde erst erfolgen, wenn die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese umfassen neben der Beendigung der Kampfhandlungen eine klare völkerrechtliche Grundlage sowie ein Mandat des Deutschen Bundestages.
Am 12. Mai 2026 nahm Staatssekretär Nils Hilmer in Vertretung von Bundesminister Boris Pistorius am virtuellen Treffen der von Frankreich und Großbritannien initiierten multinationalen Initiative zur Straße von Hormus teil. Staatssekretär Hilmer stellte eine mögliche deutsche Beteiligung in Aussicht, sofern die hierfür notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Auf Einladung der französischen Verteidigungsministerin, Catherine Vautrin und ihres britischen Amtskollegen John Healey trafen sich Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister aus mehr als 40 Staaten bzw. deren Vertreter und Vertreterinnen zu einer virtuellen Beratung. Ziel des Treffens war die Abstimmung der nächsten Schritte für eine mögliche multinationale militärische Mission sowie die Erörterung potentieller Beiträge der teilnehmenden Nationen.
Deutschland unterstützt die Planungen und Vorbereitungen der multinationalen Initiative für eine defensive militärische Mission zur Sicherung der Straße von Hormus und der Freiheit der Seefahrt in der Region. Staatssekretär Hilmer betonte die Bedeutung der Sicherheit in der Straße von Hormus für die globale Wirtschaft und die regelbasierte internationale Ordnung.
Deutschland hat frühzeitig angezeigt, sich mit dem Minenjagdboot FULDA sowie dem Tender MOSEL zu beteiligen, wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt seien. Um nach Erreichen dieser Voraussetzungen auch schnell handlungsfähig zu sein und einen spürbaren Beitrag zur multinationalen Initiative leisten zu können, wurden beide bereits von ihren bisherigen Aktivitäten entbunden und zur Vorausstationierung im östlichen Mittelmeer entsandt.
PM Bundesministerium der Verteidigung