Heute endet in Santa Marta, Kolumbien, die erste internationale Konferenz für einen gerechten Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Während Deutschland dort als Teil der „Koalition der Willigen“ Pläne für eine Welt ohne Öl, Gas und Kohle entwickelt, bremst die Energie-, Wärme- und Mobilitätspolitik der Bundesregierung zuhause eben diesen Ausstieg. Vor dem Hintergrund der durch den Krieg im Iran hohen Preise bei fossilen Brennstoffen fordert Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, zum Abschluss der Konferenz einen radikale Kehrtwende der nationalen Politik:
„Die Konferenz ist eine Zäsur: Wir reden nicht mehr über die Vorherrschaft bei Öl und Gas, sondern über die Treiber eines neuen Energiezeitalters. Viele Länder wollen gemeinsam raus aus der Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas. Sie wollen mehr Erneuerbare, weil sie die eigene Unabhängigkeit stärken, ökonomisch sinnvoll, sozial gerecht und ökologisch ohne Alternative sind. Ein gerechter und naturverträglicher Übergang hin zu erneuerbaren Energien bedeutet niedrigere Energiekosten, saubere Luft und sichere Arbeitsplätze in der Green Economy. Doch während Deutschland in Santa Marta in der Allianz der Willigen am Fahrplan für eine Zukunft ohne Kohle, Öl und Gas arbeitet, kettet Wirtschaftsministerin Katherina Reiche das Land durch neue Gesetze weiter an Öl und Gas. Bundeskanzler Merz muss diesen Widerspruch im Sinne des Klimaschutzes auflösen.
In Santa Marta hat sich mit deutscher Beteiligung eine Allianz formiert, die gemeinsam ein Gegengewicht zu Autokratien und Ölstaaten bilden und den Boom für Solar- und Windenergie zusätzlich beschleunigen kann. Kanzler Merz muss seiner Wirtschaftsministerin dringend erinnern, dass nationale Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und zukunftsfähige Innovationskraft nur ohne fossile Abhängigkeiten und mit einer umfassenden Elektrifizierung zu erreichen sind.“
PM Greenpeace Deutschland e.V.