Sarah Vollath, Sprecherin für Renten- und Alterssicherungspolitik der Fraktion Die Linke im Bundestag, zu den heute durchgesickerten Vorschlägen aus der Rentenkommission:
„Die ersten Leaks aus der Rentenkommission bestätigen alles, wovor Die Linke seit Monaten warnt. Die Forderung nach einer Erhöhung des Renteneintrittsalters ist gerade für junge Menschen eine absolute Katastrophe. Wenn die Rentenkommission dann auch noch vorschlägt, gleichzeitig das Rentenniveau zu senken, ist es kein Wunder, dass die Menschen immer weniger Vertrauen ins Rentensystem haben. Es ist dreist, dass die Rentenkommission 5 Monate lang tagt, um dann lediglich die Wunschliste der Union als Ergebnis zu präsentieren – getarnt im Mantel der Wissenschaft. Beide Vorschläge sind nichts anderes als reine Rentenkürzungen. Die Empfehlungen sind leider wenig überraschend angesichts der Tatsache, dass hier ein Personenkreis Vorschläge unterbreitet, von denen er am Ende nicht selbst betroffen sein wird. Die Rentenkommission folgt blind den Träumen von Merz und Co., dessen erklärtes Ziel es ohnehin ist, die Gesetzliche Rente nur noch zur Basisabsicherung abzubauen. Auch damit steht der Kanzler im Widerspruch zum Wunsch des Großteils der Gesellschaft. Denn gerade die jungen Menschen wollen nicht weniger, sondern mehr Gesetzliche Rente. Wenn diese Vorschläge so umgesetzt werden, sind sie Brandbeschleuniger für die ohnehin schon hohe Altersarmut.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag