Die Slow Food Youth Akademie 2026 findet vom 27. Juli bis 2. August 2026 Leipzig statt. Das Bildungsprogramm bietet jungen Erwachsenen eine großartige Gelegenheit, sich mit innovativen Ansätzen für Ernährung, Landwirtschaft und Umweltschutz auseinanderzusetzen.
Die Slow Food Youth Akademie (SFYA) ist ein Weiterbildungsprogramm für junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren und richtet sich an Auszubildende, Studierende und Berufstätige, beispielsweise aus Gastronomie, Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk und -handel, sowie an alle, die neugierig auf die Zukunft unseres Ernährungssystems sind und diese aktiv mitgestalten möchten. Slow Food Deutschland und seine Kooperationspartner und -unterstützer, u.a. die Dr. Rainer Wild Stiftung, vereinen ihre Expertise und Leidenschaft für nachhaltige Ernährung, regionale Wertschöpfung und fair erzeugte Lebensmittel. Gemeinsam bieten sie ein inspirierendes Lernumfeld und ein starkes Netzwerk aus Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion, Wissenschaft und Praxis.
Regionale Lebensmittelproduktion und die Landwirtschaft von morgen
Die Slow Food Youth Akademie verbindet fundiertes Wissen mit unmittelbaren Erfahrungen. Neben theoretischen Grundlagen zu Anbau- und Verarbeitungsmethoden, verschiedenen Formen der Landwirtschaft und den Herausforderungen des heutigen Ernährungssystems sammeln die Teilnehmenden wertvolle praktische Einblicke direkt vor Ort. Sie erwartet ein vielseitiges Bildungsprogramm, das die regionale Lebensmittelproduktion im Raum Leipzig und zentrale Zukunftsfragen rund um Landwirtschaft und Ernährung lebendig und mit allen Sinnen erfahrbar macht. Zu Fuß, per Fahrrad, Boot, Bus und Bahn entdecken sie Lebensmittelproduzent*innen, innovative Betriebe und Forschungszentren. Exkursionen, Führungen, Kochaktionen und Diskussionen eröffnen spannende Perspektiven auf nachhaltiges Wirtschaften und zeigen konkrete Wege für die Landwirtschaft der Zukunft auf.
Vom Acker zur Pilzzucht
Unter dem Motto „Wissen, wo unser Gemüse herkommt“ besuchen die Teilnehmenden die Genossenschaft „KOLA Leipzig – Kooperative Landwirtschaft“. Seit 2018 betreibt sie solidarische Landwirtschaft und versorgt wöchentlich rund 1.500 Haushalte mit frischem Bio-Gemüse. Bei einem Ackerspaziergang geht es direkt aufs Feld: Es wird geerntet, gefragt, diskutiert – und anschließend gemeinsam gekocht. Unterstützt wird die Gruppe dabei von einem Koch der Slow Food Chef Alliance, einem Netzwerk engagierter Köch*innen, die sich für gutes, sauberes und faires Essen für alle einsetzen. Denn Genuss und Wissen gehören hier untrennbar zusammen. Gemeinsam gekocht und gegessen wird auch bei der Leipziger Pilzmanufaktur Steinbiss, wo die Teilnehmenden in die faszinierende Welt der Edelpilze eintauchen und erfahren, wie innovative Lebensmittelproduktion aussehen kann.
Kaffee auf Segeltörn
Bei der Genossenschaft Café Chavalo eG verkosten die Teilnehmenden fair gehandelten Bio-Kaffee aus Nicaragua, der auf besonders klimafreundliche Weise nach Europa gelangt: an Bord eines Segelschiffs. Vorgestellt wird das „Honey-Kaffee“- Projekt, bei dem Frauen den gesamten Produktionsprozess verantworten und dadurch wirtschaftlich gestärkt werden. Durch ein spezielles Aufbereitungsverfahren entwickeln die Bohnen ein besonders komplexes Geschmacksprofil, während gleichzeitig große Mengen Wasser eingespart werden. Hier wird deutlich, wie soziale Gerechtigkeit, Frauenrechte, Klimaschutz und Genuss zusammenwirken können. Kennenlernen werden die Teilnehmenden außerdem das Projekt „Stadt-Land-Küche“, das Gastronomiebetriebe in Sachsen dabei unterstützt, nachhaltige, regionale und zukunftsfähige Speiseangebote zu entwickeln.
Wie sehen Landwirtschaft und Ernährung der Zukunft aus?
Auch der Blick nach vorn kommt im Akademieprogramm nicht zu kurz. Gemeinsam wird über die Auswirkungen geopolitischer Entscheidungen auf das Agrar- und Ernährungssystem sowie über die Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft diskutiert. Am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erhalten die Teilnehmenden Einblicke in einen Nutzpflanzengarten, das Foodlab und moderne Klimakammern. Dort lernen sie innovative Ansätze kennen, mit denen die Landwirtschaft fit für die Zukunft gemacht werden soll: von klimaangepassten Kulturarten und neuen Anbausystemen über die Entwicklung innovativer Lebensmittel bis hin zu aktuellen Forschungsansätzen der Pflanzenzüchtung. In einer anschließenden Diskussionsrunde kommen sie direkt mit Wissenschaftler*innen der Arbeitsgruppen Pflanzenernährung und Bodenbiogeochemie ins Gespräch.
Austausch, Gemeinschaft und Genuss
„Die Slow Food Youth Akademie vermittelt nicht nur Wissen über Ernährung, Landwirtschaft und regionale Wirtschaftskreisläufe. Sie schafft auch Raum für Begegnungen, Reflexion und persönliches Engagement“, so Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V. „Marktbesuche, Ausstellungen, Spaziergänge und gemeinsame Freizeitaktivitäten laden dazu ein, neue Menschen kennenzulernen, Ideen auszutauschen und Freundschaften sowie Netzwerke zu knüpfen. Wer mitmacht kann Teil einer Gemeinschaft junger Menschen werden, die sich für eine genussvolle, faire und nachhaltige Zukunft einsetzen.“
> > Ausführliche Informationen
Alle Infos auf einen Blick:
Anmeldung: bis 12.07.2026
Wann: 27. Juli bis 2. August 2026
Wo: Leipzig
Unterkunft: Hostel & Garten Eden, Demmeringstraße 57, 04177 Leipzig, https://www.eden-leipzig.de/
Teilnahmegebühren:
• Selbstzahlende: Der Standardbeitrag für Selbstzahlende beträgt 600,00 Euro.
• Stipendium: Bei Erhalt eines Stipendiums reduziert sich der Beitrag auf 230,00 Euro (Nachweis erforderlich, s. Infos im Anmeldeformular)
• Unternehmensbeitrag: Der Beitrag beläuft sich inkl. Unterstützung der Akademie auf 900,00 Euro.
PM Slow Food Deutschland e.V.