Trinationales Treffen – Resiliente Lehrkräfte im Fokus: Verabschiedung der Berliner Erklärung „Eine starke Demokratie braucht starke Schulen“

Bildungsgewerkschaften aus Deutschland, der Schweiz und Österreich verabschieden gemeinsame Erklärung und fordern mehr Investitionen in Bildung als Fundament für eine funktionierende Demokratie. Zudem müssten Lehrkräfte als zentrales Element dieses Fundaments gestärkt werden, insbesondere was ihre Gesundheit angeht. Nur so könne Demokratie dauerhaft gesichert werden. Zudem standen u. a. Themen wie Resilienz von Lehrkräften, Schulbau und Arbeitszeit auf der Agenda des Treffens in Berlin Anfang Juni.

Bereits seit 2007 treffen sich Vertreterinnen und Vertreter des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), des Dachverbandes Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst Österreich (GÖD) einmal jährlich zum Trinationalen Treffen. Ziel ist der grenzübergreifende Austausch zu den Herausforderungen im Schulalltag, Best-Practice-Beispielen und Impulsen zur gewerkschaftlichen Weiterentwicklung.

Tomi Neckov, Bundesvorsitzender des VBE, betont:  „Der grenzüberschreitende Austausch ist bereits seit 19 Jahren eine verlässliche Grundlage für gemeinsame Positionen und fachlichen Fortschritt. Über diesen langen Zeitraum ist ein Netzwerk gewachsen, das Vertrauen schafft, Perspektiven verbindet und den Blick auf gute Bildung in mehreren Ländern zugleich schärft. Mit der gemeinsamen Berliner Erklärung „Eine starke Demokratie braucht starke Schulen“ wird deutlich: Die Herausforderungen im Bildungsbereich sind groß, aber sie lassen sich gemeinsam besser angehen. Der trinationale Austausch bleibt dafür ein wichtiges Instrument — fachlich, politisch und menschlich.“

Im Zentrum der diesjährigen Gespräche in Berlin stand das Thema „Resiliente Lehrkräfte“, welches die Aspekte Gesundheit von Lehrkräften als Grundlage guter Bildung und Demokratiebildung in gespaltenen Gesellschaften verband. Zu Letzterem war Simone Fleischmann, stellvertretende Bundesvorsitzende des deutschen beamtenbundes und tarifunion (dbb), zu Gast und leitete mit einem mitreißenden Impuls in die Thematik und die anschließende Debatte ein. Schulen sollen junge Menschen nicht nur fachlich stärken, sondern auch dazu befähigen, in einer zunehmend polarisierten und immer diverseren Gesellschaft Orientierung zu finden und demokratische Verantwortung zu übernehmen. Zugleich wurde deutlich, dass Lehrkräfte diese Aufgabe nur dann erfüllen können, wenn ihre Gesundheit geschützt, ihre Arbeitsbelastung begrenzt und ihre professionelle Arbeit anerkannt wird.

Die gemeinsam veröffentlichte Berliner Erklärung „Eine starke Demokratie braucht starke Schulen“ bündelt diese Themen und zeigt auf, was Schulen und die Menschen vor Ort brauchen: verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichende Ressourcen und politische Priorität.

Der Umgang mit neuen digitalen Technologien, die Arbeitszeit von Lehrkräften sowie neue Wege im Schulbau komplettierten den Austausch und verdeutlichten, dass es ein neues Gesamtkonzept braucht, das pädagogische Qualität, Gesundheit, ausreichend Zeit und Infrastruktur zusammendenkt, um Bildung im DACH-Verbund voranzubringen.

 

PM Verband Bildung und Erziehung (VBE)

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