Janina Böttger, europapolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag, zum EU-Westbalkan-Gipfel in Montenegro:
„Wir begrüßen ein zügiges Vorankommen bei den Beitrittsverhandlungen mit den Staaten des Westbalkans. Der Vorschlag von Merz und Macron für eine privilegierte Partnerschaft ist jedoch ein vergiftetes Angebot. Der volle Beitritt droht dadurch auf die lange Bank geschoben zu werden. Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten lehnen wir ab. Anstatt kluger Ratschläge und weiterer Anreize für Reformen braucht es endlich mehr Unterstützung der EU und vor allem auch seitens der deutschen Bundesregierung. Das wünschen sich die Kandidatenländer und auch die Mehrheit der dortigen Bevölkerung will einen Beitritt zur EU. Ihre Interessen müssen endlich ernst genommen werden, denn jegliche weitere Verzögerung wird die Menschen weiter in die Frustration treiben und den Beitritt von Ländern wie Albanien oder Montenegro gefährden.“
PM Fraktion Die Linke im Bundestag